Altenwerk St. Josef/Die Reformation und ihre Auswirkungen im Ries

Frau Frieda Drescher, die Vorsitzende des Altenwerks St. Josef, begrüßte viele Gäste im Pfarrsaal von St. Josef. Prächtige Primeln schmückten frühlingshaft die Kaffeetafel. Ein besonderer Gruß gehörte Herrn Pfarrer Dr. Gerhard Riese und dem Referenten Herrn Dr. Josef Hopfenzitz.
Nach den Glückwünschen für unsere Geburtstagskinder und der gewohnten Kaffeepause übergab Frau Drescher das Wort an Herrn Dr. Hopfenzitz.
Dieser brachte uns den Reformator Martin Luther nahe, der am 10. November 1483 in Eisleben geboren wurde. Nach dem Erleben eines schlimmen Gewitters und dem Gelöbnis, in einen Orden einzutreten, war sein Weg vorgezeichnet.
Der Referent brachte uns die nachfolgenden Ereignisse und Erkenntnisse Luthers nahe, besonders seine Ängste und Nöte, die ihn veranlassten, gegen die Praxis der Ablassbriefe zu wettern, mit denen man sich mit Geld von den Sündenstrafen loskaufen konnte. Grundlage für Luther sei nur der Glaube an die Worte der Bibel und nicht kirchliche Auslegungen. Dies und noch viele andere Thesen führten zur Veröffentlichung in Wittenberg am 31.10.1517.
Kurz nahm Herr Dr. Hopfenzitz noch zu den Auswirkungen im Ries Stellung. Ganze Gemeinden und Orte mussten mehrmals den Glauben wechseln, je nachdem, wer gerade die Herrschaft ausübte. In vielen Gemeinden waren die Konfessionen strikt getrennt und gemischte Eheschließungen waren völlig unüblich.
Nach dem Vortrag bedankte sich Frau Drescher für den interessanten Vortrag und überreichte ihm ein kleines Geschenk. Eine Frühlingsgeschichte, die mit Gesang endete, beschloss den Nachmittag.
Frau Drescher lud die Gäste noch zum Nachmittag am 06.04.2017 ein. Dieser steht unter dem Motto „Vom Palmsonntag zum Ostersonntag“. Beginn ist wie immer um 14:30 Uhr.
Frieda Drescher